Nasenbluten entsteht, wenn ein Blutgefäß im Naseninneren platzt.
Sollten Sie unter häufigem Nasenbluten leiden, ist es empfehlenswert,
einen Arzt aufzusuchen, um auszuschließen, dass es sich um Bluthochdruck
oder die Bluterkrankheit handelt!
Im vorderen Bereich des Nasenseptums (Nasenscheidewand) ist die Nasenschleimhaut
besonders empfindlich. Durch zu starke Beanspruchung, wie z. B. starkes Schnäuzen
oder Nasebohren kann es zur Verletzung der Gefäße kommen.
Andere Ursachen sind:
- ausgetrocknete Schleimhaut
- lokale Infektionen wie Rhinitis oder Sinusitis
- Bluthochdruck und blutverdünnende Arzneimittel
- Fremdkörper in der Nase (oft bei Kindern)
- ein Schlag auf die Nase
Der Kopf wird bei aufgerichtetem Oberkörper leicht nach vorne gebeugt.
Mit Daumen und Zeigefinger werden die Nasenflügel für etwa fünf
bis zehn Minuten zusammengepresst. Zur Unterstützung kann ein kühlender
Umschlag oder Eis auf die Nase oder in den Nacken gelegt werden, da sich bei
Kälte die Gefäße zusammenziehen.
- Das Blut sollte herauslaufen oder ausgespuckt werden, da größere
Mengen Blut zu Brechreiz führen können.
- Das Naseputzen sollte für ca. 12 Stunden vermieden werden, um ein
Ablösen der Blutkruste des beschädigten Gefäßes zu
verhindern.
- Auf das beschädigte Blutgefäß kann eine Nasentamponade
(ein Blut stillender Schwamm) gepresst werden.
- Sollten Sie unter häufigem Nasenbluten leiden, ist es empfehlenswert,
den Arzt aufzusuchen!
- Maßnahmen des Arztes bei sehr starkem Nasenbluten:
Auf das beschädigte Blutgefäß wird eine Nasentamponade gepresst.
Des weiteren kann das Gefäß mit Hilfe einer bipolaren Pinzette
verödet oder mit Silbernitrat verätzt werden. Wenn Ursachen wie
Bluthochdruck oder Blutgerinnungsstörungen festgestellt werden, wird
die Grundkrankheit lokalisiert und behandelt.