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Grundsätzlich handelt es sich bei der Rhinitis um eine akute, meistens viral verursachte Nasenschleimhauterkrankung (Schnupfen). Die Dauer dieser unkomplizierten Erkrankung beträgt ca. 10 - 14 Tage. Allerdings ist das Flimmerepithel erst nach drei bis vier Wochen wieder voll funktionstüchtig. Das bedeutet, dass die Anfälligkeit für neue Infektionen in dieser Zeit erhöht ist.

Abzugrenzen von einem „normalen“ Schnupfen ist eine allergische Rhinitis, die sowohl saisonal als auch perennial (das ganze Jahr andauernd) auftreten kann.

Symptome nach oben

Zu den häufigsten Symptomen gehören Juckreiz in Nase und Augen, Gaumen, Rachen und in den äußeren Gehörgängen. Außerdem kommt es oft zu Niesanfällen. Des weiteren ist eine Entleerung von profusem (reichlichem, sehr starkem), klarem, wässrigem Sekret zu beobachten. Dieses Sekret kann zur Nasenobstruktion, dass heißt, zur Verstopfung bzw. Verlegung eines Hohlorgans, Gangs oder Gefäßes führen. Außerdem können Nasenschwellungen durch Flüssigkeitsansammlungen in der Schleimhaut (Schleimhautödem) entstehen. Das Riechvermögen ist eingeschränkt.

Die permanente Feuchtigkeit und mechanische Irritation (verursacht durch Benutzung von Taschentüchern) führen zum Wundwerden des Naseneingangs. Bei Kleinkindern führt die Rhinitis meist auch zu Schlafstörungen, Erbrechen, Durchfall und Nahrungsverweigerung.

Eine Rhinitis tritt oft im Zusammenhang mit einer Konjunktivitis (Bindehautentzündung) auf.

Bei einer saisonalen allergischen Rhinitis treten oft Krankheitssymptome wie Leistungsminderung, Abgeschlagenheit, Kopfdruck und Frösteln sowie gelegentlich leichtes Fieber auf.

Ursachen nach oben

Krankheitserreger einer akuten Rhinits sind zu 30 % Rhinoviren, häufig sind auch RS-, Influenza-, Parainfluenza- und Adenoviren beteiligt. Hauptinfektionsweg ist der Kontakt mit infiziertem Nasensekret, aber auch durch Tröpfcheninfektion bei Inhalation infektiöser Partikel wird die Krankheit übertragen.

Eine allergische Rhinitis entsteht oft durch Pollen von Bäumen, Gräsern und Kräutern. Umwelteinflüsse (vor allem Nikotinmissbrauch der Eltern) in den ersten Lebensjahren haben ebenfalls einen großen Einfluss auf die Entstehung einer allergischen Rhinitis (und des kindlichen Asthmas) und gelten als häufigste Ursache der chronischen Rhinitis bei Kindern.

Auch durch die Zunahme der Luftverschmutzung wird der natürliche Schutz der Nase (Filtern, Erwärmen und Anfeuchten der Luft) beeinträchtigt. Perenniale Symptome werden beispielsweise durch Hausstaub, Haustiere oder durch Berufs-Allergene wie Stäube, Farbstoffe und Metalle ausgelöst.

Diagnose nach oben

Um genau feststellen zu können, um welche Form der Rhinitis es sich handelt, sollte ein (HNO-)Arzt aufgesucht werden.
Der Verdacht einer allergischen Rhinitis besteht, wenn von den folgenden drei Symptomen an den Tagen des Krankheitszustandes für mindestens eine Stunde zwei der Symptome beobachtet werden und diese insgesamt länger als 10-14 Tage anhalten:


Therapie nach oben

Wenn die Nase verstopft ist, z. B. durch eine Erkältung, sind Inhalationsbäder eine gute Methode zur Besserung. Dafür kann z. B. auf ätherische Öle zurückgegriffen werden. Diese wirken sich positiv auf den ganzen Organismus aus. Außerdem können natürlich auch Nasentropfen und -sprays verwendet werden, doch sollte an die Ergänzung von Nasenbalsam, bzw. -ölen für die schleimhautschonende Nachbehandlung gedacht werden. Schleimhautabschwellende Nasensprays können bei übermäßiger Nutzung die Nasenschleimhäute angreifen und sollten daher nicht über einen längeren Zeitraum genutzt werden. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt der Arzt oder Apotheker.

Bei einer dauerhaft verstopften Nase sollte in jedem Fall ein HNO-Arzt aufgesucht werden, der bei der Behandlung helfen wird.

Die Therapie der allergischen Rhinitis kann durch folgende Medikationen erfolgen:


Präparate nach oben

Für die symptomatische Behandlung einer chronischen Rhinitis sind folgende Präparategruppen geeignet:

  1. Mastzellstabilisatoren wie DNCG (mastzellstabilisierende Substanz; Abkürzung für Dinatriumcromoglykat) und Nedocromil (Nasenspray, Augentropfen), diese müssen jedoch genommen werden, bevor die Beschwerden kommen!
  2. Glucocorticosteroide nasal, oral
  3. Antihistaminika oral oder topisch angewendet
  4. Alpha-Sympathicomimetika (Abschweller) nasal und oral
  5. andere z. B. Leukotrienantagonisten und Ipratropiumbromid

Bei saisonaler allergischer Erkrankung ist grundsätzlich ein abschwellendes Nasenspray zu empfehlen, damit die Nasenatmung verbessert wird. Jedoch keinesfalls regelmäßig über einen längeren Zeitraum anwenden, sondern nur bei extrem starken Beschwerden, wenn Antihistaminika und topische Cortisone nicht helfen!

Sie sollten in jedem Fall Ihren Arzt oder Apotheker befragen, welcher Wirkstoff in Ihrem Fall am besten geeignet ist!

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